Über mich
Vom klassischen Cello kommend, war dieses Instrument für mich immer mehr Ausgangspunkt als Grenze. Live verbunden mit Effekten, erweiterten Techniken und elektronischer Verarbeitung, wird aus einem vertrauten Klangkörper ein völlig neues Ausdruckswerkzeug. Jede Performance entsteht improvisiert, im Moment, und bleibt offen für das, was Raum, Stimmung oder Szene gerade verlangen.
Parallel komponiere und produziere ich Musik für Bühne, Tanz und Theater – von atmosphärischen Klangräumen über moderne, rhythmische Strukturen bis hin zu Stücken für Kindertheater. Ich mag es, wenn Musik unterschiedliche Welten öffnen darf: poetisch, roh, verspielt, dunkel, treibend oder zart. Entscheidend ist für mich nicht der Stil, sondern die emotionale Treffsicherheit. Wenn ein Stück eine Richtung vorgibt, folge ich dieser Spur, bis der Klang genau dort ankommt, wo er das Publikum berührt, irritiert oder trägt.
Im Studio arbeite ich mit derselben Haltung. Ich verstehe mich weniger als Techniker, sondern als Musiker, der aufnimmt. Ich höre aufmerksam, suche nach Details und Farben, experimentiere mit Mikrofonierungen und Setups, ohne Technik zum Selbstzweck zu machen. Für mich bedeutet Produzieren, Emotionen festzuhalten, ohne sie einzusperren – einen Klang so einzufangen, dass er lebendig bleibt und weiteratmet.